Schlafapnoe - Info

Symptome bei Schlafapnoe

Die Angehörigen berichten meist über lautes Schnarchen, unterbrochen durch Atempausen, die mit einem heftigen, seufzenden Atemzug oder einem Schnarchlaut beendet werden.

Aber nicht jeder Schnarcher leidet an Schlafapnoe
und nicht jeder Patient fällt tatsächlich durch Schnarchen auf.

 

Weitere Zeichen der obstruktiven Schlafapnoe sind:
 

Atemstillstand von 10 Sekunden- bis 1 Minute und länger

Durchschlafstörungen

Unruhiger Schlaf (zerwühltes Bett am Morgen)

Tagesmüdigkeit, Einschlafneigung am Tag

Fehlende Frische, Kopfschmerzen beim Erwachen
("wie gerädert")

Schwindel, vor allem nach dem Aufstehen

Mundtrockenheit beim Erwachen

Nächtliches Schwitzen

Vermehrter Harndrang während des Schlafs / nächtliches Wasserlassen.

Sekundenschlafattacken, teils ohne Warnsignale

Konzentrationsstörungen bis hin zu Gedächtnisstörungen

Depressive Verstimmung

Persönlichkeitsstörungen

Impotenz, erektile Dysfunktion

Bluthochdruck, ggf. medikamentös schwer einstellbar

Fehlende Blutdruckabsenkung in der Nacht.
 

Diese Symptome können einzeln oder in Kombination auftreten

 

Schlafapnoe

Es scheint eine Eigenart des männlichen "Bauplanes" zu sein, dass bei dem einen früher, beim anderen später, kleine Fehler in der Schlafregulation auftreten. Auch bei Frauen kann dies vorkommen, allerdings meist erst nach den Wechseljahren. Schätzungen besagen, dass etwa die Hälfte der Bevölkerung über 50 Jahre unter Schnarchen leidet und dass in unserem Land etwa 300.000 Menschen durch Schlafapnoe bedroht sind.

Was passiert, wenn man an einer Schlafapnoe leidet? Plötzlich werden bestimmte Muskeln im unteren Rachenbereich durch das zentrale Nervensystem nicht mehr so kräftig angesteuert wie es erforderlich wäre. Sie erschlaffen genauso stark wie viele andere Muskeln im Schlaf. Da wir in diesem Abschnitt unserer Atemwege keine stützenden Strukturen, z.B., einen Knorpel wie beim Kehlkopf, haben, wird diese Partie durch den Sog beim Einatmen zusammengezogen wie ein schlaffer Schlauch.

 

Normale Verhältnisse im unteren Rachenbereich.  Die Atemwege sind frei durchgängig.

Der untere Rachenbereich ist verschlossen, es treten Atemstillstände (Apnoen) auf. 

 

Dies bedeutet, dass nun plötzlich, obwohl weiter Atembewegungen ausgeführt werden, keine Luft mehr in die Lungen kommt und damit auch nicht mehr der lebensnotwendige Sauerstoff. Natürlich versucht der Organismus sofort gegen zu regulieren, indem er die Atemanstrengung verstärkt, aber diese immer tiefer werdenden Atemzugversuche steigern nur den Unterdruck im Brustkorb. Der starke Sog macht die Engstelle im Rachen noch undurchlässiger. Der Mensch würde nun normalerweise ersticken, da sich langsam der Sauerstoff im Blut verbraucht. Als letzte Maßnahme bleibt einzig noch eine unwillkürliche Weckreaktion des Gehirnes übrig. Nur die kurzfristige Unterbrechung des Schlafes macht es möglich, die Spannung der Muskeln zu steigern und damit auch die Spannung der Rachenmuskulatur. Nun öffnet sich die Engstelle im Hals. Mit einem kräftigen Schnarchen kommt es zu einigen stark vertieften Atemzügen, bis dann nach kurzer Zeit der nächste Atemstillstand einsetzt. Dies kann sich einige hundert Male in jeder Nacht wiederholen. Dieser an sich sinnvolle Reflex wird allerdings erkauft mit einer Schlafunterbrechung, die nur wenige Sekunden dauert. Davon merkt der Patient in der Regel nichts, aber der Schlaf wird jedes Mal kurz unterbrochen und muss sozusagen immer wieder von vorn beginnen. Während dieses nächtlichen Überlebenskampfes kommt es außerdem zu Herzrasen und zu stark erhöhten Blutdruckwerten. Die Nacht, in der wir uns von den Anstrengungen des Tages erholen sollen, wird dann zu einem weitaus größeren Risikofaktor als alle Arbeitsbelastungen tagsüber.

Die Schlafapnoe ist eine enorme Belastung für den Körper, welche auch am Tage ihre Spuren hinterlässt. Je länger Sie in einer solchen Situation schlafen, umso schlechter geht es Ihnen mitunter am nächsten Tag.

 

Risikofaktoren für die Schlafapnoe sind:

  • Übergewicht
  • Alkohol, besonders am Abend
  • Schlafmittel
  • unregelmäßiger Schlaf-Wach Rhythmus
  • Schichtarbeit
  • schwere Mahlzeiten vor dem Schlafen
  • Lebensalter
  • männliches Geschlecht
  • nahe Verwandte, die auch Schlafbezogene Atmungsstörungen haben.
  • Auch das Rauchen ist im Zusammenhang mit nächtlichen Atmungsstörungen und deren Belastungen für Lunge und Herz eher schädlich als nützlich.

 

 

 

 

Schlaf Apnoe und Blutdruck. Registrierbeispiel

 

(Airflow: Atemfluss an Nase und Mund, SaO2: Sauerstoffsättigung, pO2: Sauerstoff-Partialdruck, BP: Blutdruck, HR: Puls, Mikrophone: Das Mikrofon zeigt das Schnarchgeräusch an)

 

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